Rap
Wäre HipHop ein Mensch, wäre er jetzt knapp über dreißig Jahre alt. Er hat schon viel erlebt und ist so ziemlich genau in den ersten Atemzügen seiner Pubertät extrem berühmt geworden, hat die Welt bereist und ist bis in jedes kleine Dorf vorgedrungen, sogar nach Wien hat’s ihn verschlagen.
Jetzt wo der große Boom vorbei ist, braucht es neue Energie und Ideen. Die populärste und gleichzeitig (vom Materialaufwand betrachtet) unaufwändigste Art HipHop zu praktizieren ist der Rap, deutsch Sprechgesang. Man braucht einen Zettel, einen Stift und einen Kopf. Rap ermöglicht jedem Menschen, seine Gedanken auszudrücken. Wichtig dabei ist: Inhalt, Flow und Reime. Meiner Meinung sogar in dieser Reihenfolge.
Inhaltlich bewegt sich der Rap im Moment wieder in die Ghetto Richtung zurück, man siehe Bushido oder 50 Cent. Es wird wieder vom harten Leben erzählt und wie oasch nicht alles ist. Das ist, wenn es gut erzählt ist, gar kein Fehler. Im Gegenteil. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, dass man auch mit Wortspielen und amüsanten Stories die Crowd erreichen kann. Im deutschsprachigen Raum waren (sind) das z.B.: die Herren von Blumentopf oder Dendemann von Eins Zwo. Das englische Wort FLOW beschreibt die Technik. Wie man die Worte setzt, wie gut man im Takt ist, wie gut der Text über den Beat fließt (flowt) bzw. mit ihm verschmilzt. Der Reim kommt zu Mindest am Ende von jedem Satz. Je nachdem wieviele Silben sich mit dem Wort am Ende des letzten Satz reimen, spricht man von Reimen, Doppelreimen und so weiter. z.B.: einfacher Reim: Haus – Maus. Doppelreim: Hausboot – Maustot.
Durch den Umstand dass jeder Rap machen kann, macht die Musik nicht anspruchsloser. Ganz im Gegenteil! Gerade weil es mittlerweile so viele MC´s (Master of Ceremony = Rapper) gibt, ist die Herausforderung sich von der Allgemeinheit abzuheben umso größer.
Jeder von euch ist herzlich dazu eingeladen diesem Mr. HipHop eine neue Perspektive zu geben. Grab a pencil and write! Peace!
Rap @Bassena 21.Juni 2010 /// foto: mazlum köcer
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